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MIGRÄNE, STRESS UND ÜBERGEWICHT – KÖNNEN PIERCINGS HELFEN?


In erster Linie haben Piercings einen rein schmückenden Charakter und selbst, wenn sie mittlerweile gesellschaftsfähig geworden sind, stehen sie als Symbol für deinen individuellen und rebellischen Lebensstil. Doch seit einigen Jahren wird immer wieder berichtet, dass bestimmte Piercings auch positive Nebeneffekte im Bereich der Gesundheit und des Wohlbefindens mit sich bringen können. Ein Thema, das gleichermaßen spannend wie umstritten ist.


Daith Piercing – die Lösung für Migränegeplagte?

Migränepatienten haben meistens einen langen und beschwerlichen Leidensweg. Wer regelmäßig unter diesen unerträglich hämmernden, stechenden und pochenden Kopfschmerzen leidet, hat meistens ein Dauerticket beim Facharzt und einen ganzen Vorrat an Schmerzmitteln im Schrank. Diese sind meist nur bedingt und zeitlich begrenzt hilfreich und können viele unangenehme Nebenwirkungen haben. Wäre eventuell ein Piercing an einem speziellen Punkt eine Alternative? Diese Frage lässt sich nicht mit einem klaren „Ja“ oder „Nein“ beantworten. Es gibt zahlreiche Berichte aus den letzten Jahren, in denen Betroffene von ganz erstaunlichen Ergebnissen berichten. Seitdem das sogenannte Migränepiercing gesetzt wurde, hätten sich die Schmerzattacken bei vielen deutlich verringert oder die Migränephasen hätten teilweise sogar ganz aufgehört. Wissenschaftliche Studien gibt es diesbezüglich aber nicht, und die meisten Schulmediziner widersprechen den Erfolgen des Migränepiercings.

Die Entdeckung, dass ein Daith Piercing auch gegen Migräne wirksam sein könnte, war purer Zufall. Zahlreiche Migränegeplagte hatten sich einfach ein hübsches Schmuckstück setzen lassen wollen. Schon kurz darauf berichteten viele, dass die Schmerzen deutlich nachgelassen oder sich sogar komplett aufgelöst haben. Ein positiver Nebeneffekt, der sich schnell rumgesprochen hat. Immer mehr leidgeplagte Migränepatienten waren bereit, sich diesem Test zu stellen. Die Ergebnisse waren erstaunlich – nur bei einzelnen Betroffenen stellte sich gar keine Veränderung ein. Die meisten berichteten von einer großen Erleichterung und einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität.


Stress und Depressionen abbauen mit dem Shen-Men-Piercing?

Die Welt ist im Umbruch, und viele Menschen leiden unter mehr oder weniger starken Stresssymptomen und Depressionen. Ständiger Leistungsdruck, Schwierigkeiten im Berufs- oder Privatleben, Angst vor der Zukunft oder auch andere belastende Lebenssituationen können Auslöser für eine immer wiederkehrende Niedergeschlagenheit und seelische Beeinträchtigungen sein. Dem Shen-Men-Piercing wird nachgesagt, dass es dabei unterstützen kann, den Körper zu entspannen und das seelische Gleichgewicht wiederherstellen zu können.


Übergewicht – Hilft das Tragus-Piercing beim Abnehmen?

Die meisten Menschen ernähren sich unausgewogen, treiben zu wenig Sport oder führen ganz allgemein einen ungesunden Lebenswandel. Die Folge ist häufig Übergewicht. Ein Tragus-Piercing soll hier für Abhilfe sorgen und den Abnehmprozess positiv beeinflussen können. Aber funktioniert das wirklich? Hier kann gleich schon erwähnt werden, dass ein Piercing alleine keine Wunder bewirken kann. Wer wirklich abnehmen möchte, muss seine Ernährungsgewohnheiten überdenken und für ausreichend Bewegung sorgen. Das Tragus-Piercing kann hier aber dabei unterstützen, Heißhungerattacken zu verringern und ungesunden Verlockungen zu widerstehen.


Piercings an Akupunkturpunkten

Der Schlüssel für die Annahme, dass Piercings positive Auswirkungen auf Körper und Geist haben können, liegt in der Akupunktur und Akupressur. Diese Behandlungsmethoden aus der „Traditionellen Chinesischen Medizin“ (TCM) sind seit vielen Jahren adäquate Alternativen zur klassischen Schulmedizin. Bei der Akupunktur werden bestimmte Energiepunkte, die sich auf Meridianen über den ganzen Körper verteilen, mit feinen Nadeln stimuliert. Akupunktur dient dazu, energetische Blockaden aufzulösen und den Energiefluss sicherzustellen. Genau diese Methode machen sich Migräne-, Shen-Men- und Tragus-Piercings zunutze. Die Piercings werden an genau diesen speziellen Akupunkturpunkten am Ohr gesetzt. So werden die Energiepunkte nicht nur zeitlich begrenzt stimuliert (wie bei der Akupunktur), sondern dauerhaft, da der Schmuck ja im Körper verbleibt. Hier treffen also alte traditionelle Behandlungsmethoden auf den modernen Zeitgeist.


Piercer mit ausgeprägten anatomischen Kenntnisse

Wenn du mit dem Gedanken spielst, dir ein Piercing zu medizinischen Zwecken stechen zu lassen, solltest du unbedingt ein ausführliches und klärendes Gespräch mit dem Piercer deines Vertrauens führen. Nicht jeder Piercer ist mit alternativen Heilmethoden und den Akupunkturpunkten vertraut. Damit sich eine mögliche Verbesserung deines Zustands überhaupt einstellen kann, muss das Piercing exakt an der richten Stelle sitzen. Das Migränepiercing sitzt beispielsweise auf dem Nullpunkt. Dieser befindet sich an der an der Knorpelfalte über dem Gehöreingang. Der Punkt kann nicht nur geschätzt, sondern muss konkret ausgetestet werden. Gleiches gilt auch für das Shen-Men- (ein Energiepunkt innerhalb der Ohrmuschel) und das Tragus-Piercing (ein Energiepunkt am Knorpel des Gehöreingangs). Ein erfahrener Piercer ist in der Lage, diese speziellen Energiepunkte einwandfrei zu erkennen und das Piercing perfekt zu stechen.


Die Lösung für alle Leidgeplagten?

Eine ultimative Lösung gegen Migräne, Übergewicht oder Depressionen gibt es nicht. Ein Heilversprechen für die Wirkung eines Piercings an speziellen Akupunkturpunkten kann nicht gegeben werden! Die zahlreichen positiven Erfahrungsberichte, die im Laufe der letzten Jahre veröffentlicht wurden, geben aber allen Grund, zuversichtlich zu sein. Die Piercings sind als gute Alternative oder Ergänzung zur klassischen Schulmedizin zu betrachten.

An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass jeder Mensch ein Individuum ist und jedes Ohr einzigartig ist. Nicht jedes Ohr eignet sich für jedes Piercing. Gerade das Daith-Piercing lässt sich nicht bei jedem setzen, weil die kleine Ohrfalte nicht immer ausgeprägt genug ist. Ob ein Daith Piercing an deinem Ohr perfekt auf den Nullpunkt gesetzt werden kann, wird dein Piercer gerne analysieren und ausmessen.


Schulmediziner widersprechen der Wirkungsweise von Piercings

Es versteht sich fast schon von selbst, dass Schulmediziner die Wirkung von Piercings nicht anerkennen. Viele Fachärzte lehnen alternative Heilmethoden grundsätzlich ab und verschreiben lieber weiterhin starke Schmerzmittel oder Antidepressiva. Auch wenn gezielt gesetzte Piercings schon vielen Menschen zu einer Steigerung der Lebensqualität verholfen haben, so sind diese Piercings sehr umstritten. Hier stehen sich unterschiedliche Heilansätze und Therapien kontrovers gegenüber. Da es bislang keine wissenschaftlichen Studien gibt, die die Wirkungsweise von Piercings belegen, ist das sogar vollkommen verständlich. Dennoch können die vielen positiven Berichte Betroffener nicht einfach als Placeboeffekt abgetan werden. Wie viele alternative Heilmethoden ist auch das Setzen von Migränepiercings eine alternative Option, die zu hitzigen Diskussionen anregt.

Die Frage ist, welche Risiken ein solches Piercing mit sich bringt. Hier kann die Frage ganz klar beantwortet werden. Daith-, Shen-Men- oder Tragus-Piercings bergen nicht mehr Risiken als jedes andere Piercing auch. Der Heilungsprozess kann durch verschiedene Faktoren gestört oder verlängert werden. Die Gefahr von Entzündungen, Schwellungen und anderen Komplikationen steigt nicht, nur weil der Schmuck an einem Akupunkturpunkt gesetzt wird. Was kann also passieren? Im besten Fall entwickelt sich der gewünschte Effekt und deine Leiden lassen nach. Im schlimmsten Fall stellt sich keine gesundheitliche Verbesserung ein und du bleibst weiterhin in Behandlung, die dir dein Facharzt empfiehlt. Dann ist das Piercing einfach ein geschmackvolles Schmuckstück wie so viele andere Piercings auch. Ein tatsächliches Heilversprechen kann wie bei vielen anderen Behandlungsmethoden nicht gegeben werden, aber es spricht auch nichts dagegen, neuen Erkenntnissen und Entwicklungen eine Chance zu geben.